Brembo in der Formel 1 - Hamilton vs Alonso Sie unterscheiden sich auch beim Bremsen

Brembo in der Formel 1 - Hamilton vs Alonso Sie unterscheiden sich auch beim Bremsen

03.08.2016

Teamkollegen bei McLaren im Jahr 2007, in der Wertung der vergangenen Saison diametral entgegengesetzt - Lewis Hamilton und Fernando Alonso haben auch völlig unterschiedliche Fahrstile, die ein unterschiedliches Setup der Boliden erfordern: Hamilton bevorzugt das Übersteuern, Alonso einen eher untersteuernden Boliden.

Dem dreimaligen Weltmeister gefällt es, wenn das Heck des Fahrzeugs ausbricht. Auch in den letzten Jahren, Hamilton seine Vorliebe für ein aggressives Bremsen, das wesentlich markanter ausgeprägt ist als das von Nico Rosberg.

Der Engländer verlängert oft den ersten Teil des Bremsens beim Einfahren in die Kurve und überschreitet dabei den Reifengrip. Die einzige Grenze, die Hamilton laut Ansicht der Brembo Ingenieure, die mit ihm zusammengearbeitet haben, kennt, ist die Hitzeentwicklung der Bremse.

Hamilton lässt dann langsam das Bremspedal los und erhöht danach Schritt für Schritt den Einschlagwinkel. Unter Insidern wird dieses Verhalten „Trail Braking“ genannt.

Die Gefahr bei diesem Fahrstil, der immer über die physikalische Grenze hinausgeht, ist das Blockieren der Vorderräder, wie es 2015 in Ungarn passierte, als Hamilton im Kiesbett landete, um dem Stallgefährten auszuweichen, der vor ihm fuhr und einen Augenblick früher gebremst hatte.

Lewis Hamiltons Gefühl für die Carbon-Bremsen zeigt sich auch an den Straßenfahrzeugen der Superklasse in seiner Garage: ein Pagani Zonda 760 LH und ein Ferrari LaFerrari, beide mit Carbon-Keramikscheiben von Brembo.

Fernando Alonsos Fahrstil wirkt hingegen weniger spektakulär, er bremst einen Augenblick früher als der Rivale und steht für einen sehr sauberen Fahrstil

Unglaublich ist sein Gefühl bei Nässe, wie es die 3 Siege beweisen, die er mit dem Ferrari beim GP von Korea 2010, beim GP von Großbritannien 2011 und beim GP von Malaysia 2012 erzielt hat.

Die Brembo Techniker, die ihn in seiner Zeit bei Minardi kennenlernten und dann bei Ferrari wiedertrafen, sagen über Alonso, dass er über so etwas wie ein „natürliches ABS“ verfügt.

Er nutzt die Reifenhaftung maximal und mit vollem Körpereinsatz: er übt eine sehr starke Kraft auf das Bremspedal aus und ist auch sehr reaktionsschnell.
Der zweifache Weltmeister (2005 und 2006 mit Renault) ist es gewohnt, bei den unterschiedlichsten Gripbedingungen an die Grenzen zu gehen, aber sie nicht zu überschreiten.

So behält er eine hohe Geschwindigkeit in der Kurve bei, ohne Gefahr zu laufen, dass die Räder blockieren.

Auch Fernando Alonso bevorzugt im Alltag italienische Autos: u.a. einen Ferrari 458 Italia und einen Maserati Gran Cabrio. Zwei sehr unterschiedliche Fahrzeuge, die aber eines gemeinsam haben: die Brembo Bremsanlagen. Zusammen mit Sebastian Vettel verkörpern Alonso und Hamilton das Fahrertrio, das im letzten Jahrzehnt der Formel-1 Geschichte geschrieben hat.

Ein Jahrzehnt, in dem Brembo Bremsanlagen am Gewinn von 8 Fahrertiteln und 9 Titeln in der Teamwertung mit 4 verschiedenen Rennställen beteiligt waren. Denn Bremsen kann man auf verschiedene Arten, aber immer und nur mit Brembo.